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Inmitten der Maizer Altstadt, 400 m westlich vom Rheinufer, erhebt sich der katholische Dom St. Martin und St. Stephan. Es ist eine dreischiffige, gewölbte, romanische Pfeilerbasilika mit Doppelchoranlage mit Westquerschiff, zwei Vierungstürmen und je einem Turmpaar im Osten und Westen. Trotz der vielen Zerstörungen durch Brände, Beschüsse und Bombardierungen, die viele Restaurierungs- und Wiederaufbauarbeiten erforderten, ist eine harmonische, "die Einheit in der Vielfalt" symbolisierende Anlage. Das Äußere des Domes mit seinen sechs Türmen ist durch lebhafte Gliederung im Aufbau und mannigfältigen Schmuck mit Bogenfriesen, Zwerggalerien und Fensterrosen sehr wirkungsvoll. Dem schlichten Ostchor steht der Westchor, den man wohl als das bedeutendste Werk der Spätromanik bezeichenen kann, mit komplizierter Gliederund und malerischen Einzelheiten gegenüber. |
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Diesem Bild fügen sich die von Franz Ignaz Michael Neumann, dem Sohn des
berühmten Würzburger Schloßbaumeister Balthasar Neunmann, veränderten westlichen
Turmhelme vorzüglich ein. Besonders hervorzuheben ist der westliche
Vierungsturm, der
durch die "geniale Verschmetzlung romanischer und gotischen Bauteile mit
gotisierenden Rokoko eines der glänzensten Architekturstücke Deutschlands"
ist. |
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Sieben Königskrönungen wurden hier zwischen 1002 und 1212 vorgenommen, von denen
wohl die letzte, die des Staufers Friedrich II durch Sigfried II von Eppstein, die
bedeutendste ist. Die historische Bedeutung der politischen Stellung des Mainzer Erzbischofs, der als
Kurfürst und Erzklanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Haupt der
deutschen Bischöfe nach dem Kaiser der ranghöchste Reichsführst war, zeigt sich in der
unübertroffenen Zahl hervorrragender Grabdenkmäler an Pfeilern und Wänden, die einen
guten überblick über die Geschichte der Grabplastik vom frühen Mittelalter bis zum 19.
Jahrundert bieten. Am südlichen Seitenschiff befindet sich eine spätromanische Memorie, eine mit einem
weiten Kreuzgewölbe gedeckte Totengedächtniskapelle der Domherren, der frühere
Kapitelsaal. Der aus römischen Inschriftsteinen zusammengesetze Bischofssitz war wohl der Sitzt des
Dompropstes im alten Kapitelsaal.Der zweigeschössige gotische Kreuzgang an der Südseite
gehört zum bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum. |