JOHANNES GUTENBERG


Gutenberg

Johannes Gutenberg ist der größte Sohn der Stadt,der weltweite Bedeutung erlangt hat. Er gilt als Erfinder der Buchdruckkunst mit beweglichen Lettern, was nicht ganz richtig ist, da man schon lange vor ihm in China und Korea mit beweglichen Typen arbeitete.
Doch diese Typen waren ungleich in ihren Höhen und mußten im "Druck-Vorgang" einzeln gestempelt werden.
Gutenberg hingegen erfand das Handgießinstrument, das ihm die serielle Produktion von einzelnen Metallbuchstaben in absolut gleicher Höhe ermöglichte. Somit konnte er auch viele Typen zum Satzt einer ganzen Seite oder Doppelseite zusammenbinden und mit einer von oben herabgedrückten Platte, nach dem Vorbild der Weinpresse, den gesamten Satzt abdrucken.
Neben dem Handgießinstrument und der Druckerpresse hat Gutenberg auch eine optimale Legierung aus Blei, Antimon,Wismuth und Zinn für das Gießmetall und Matritzen mit gleicher Einschlagtiefe, danit die ausgegossenen Typen gleich hoch waren, erfunden.

Johannes Gensfleisch zur Laden von Gutenberg wurde als Sohn des Mainzer Patriziers Friele Gensfleisch um 1397 in Mainz geboren und starb am 3.2.1468.
Bevor er sich mit der Buchdruckkunst beschäftig, erlernt er in Straßburg technische Fertigkeiten, wie z.B. Edelsteinschleifen.
Gerichtliche Auseinandersetzung mit den Erben eines verstorbenen Teilhabers störte den Fortgang des sorgfältig geheimgehalten Unternehmens.
Gutembergs Aufenthalt zwischen 1444 und 1448 ist unbekannt eventuell hält er sich in dieser Zeit in den Niederlanden auf. Seit 1448 ist Gutenberg wieder in Mainz nachweisbar, wo er wie bereits in Straßburg große Kapitalien aufnimmt, um seine Idee zu verwirklichen. Sein größter Geldgeber ist Fust, der ihm 1550 Gulden leiht und später von Gutenberg zum Teilhaber gemacht wird. Gutenberg richtete eine Offizin mit etwa 20 Mitarbeiter ein, in der von 1442 bis 1445 als erstes großes Werk der neuen Kunst die 42-zeilige Bibel, die sogenannte Gutenbergbibel entstand.

Gutenberg in Mainz

Atelier von Gutenberg
in Mainz

Aus heute nicht mehr festzustellenden Gründen kam es zwischen Gutenberg und Fust zum Streit und zur Trennung. Der Ausgang des Streits ist nicht überliefert, anscheinend ist Fust das verpfändete Druckgerät mitsamt einem Teil der Typen zugesprochen worden.
So wird im Impressum des berümten Dreifarbendrucks, des Mainzer Psalters, Gutenberg nicht als Drucker genannt,obwohl die dafür verwendeten Typen höchstwahrscheinlich aus seiner Werkstatt beraubt, leitete er die von seinen verwandeten in Eltiville gegründete Druckerei. 1465 wird er vom Kurfürsten-Erzbischof Adolf von Nassau zum Hofedelmann ernannt, was ihm eine Altersrente sicherte.
Bis zu seinem Tode im Jahre 1468 mußte er mit ansehen, wie seine Erfindung unter Fust florierte und sich von Mainz aus bald in alle Richtungen aubereitete Zwischen 1464 und 1467 gelangte sie durch die 3 deutschen Drucker Sweynheim, Pannartz und Hahn auch nach Rom.


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