ERZBISCHÖFLICHE RESIDENZ ELTVILLE


Eltville: Wein- und Rosenstadt

An der Residenz in Eltville kann man sehr gut erkennen, daß die repräsentativen Anlagen im Mittelalter auch der Verteidigung dienten. Auch nach ihrer Zerstörung erkennen wir noch gut die Verteidigungsmauern mit Zinnen und Wehrgang, den Burggraben mit der Zugbrücke und den als Wohnturm ausgebauten Bergfried. Erzbischof Bardo war der erste, der sich Mitte des 10.Jahrhunderts gerne und lange in Eltville aufhielt. Danach haben 11 Erzbischöfe in ununterbrochener Folge in der kleinen Stadt ihren Wohnsitz genommen. Balduin von Luxenburg begann damit, Eltville als Stützpunkt auszubauen, als er sah, daß die Stadt Mainz seinem Gegenspieler Heinrich von Virneburg die Tore öffnete.



1322 erwirkte er von Kaiser Ludwig das Privileg, die Ortschaft Eltville mit Mauern, Gräben und Befestigungen zu umgeben.
Virneburg, der in der Stiftsfede Sieger blieb, setzte den Ausbau fort. Aus dieser Zeit blieb nur der Martinstorturm erhalten, der noch heute das Virneburgische Wappen zeigt.
Bis Adolf II 1475 in Eltville starb, blieb die Stadt erzbischöfliche Residenz. Sein Nachfolger Diether von Isenburg verlegte seine Residenz wieder nach Mainz und Eltvilles Stern sank.
1635 ging die Burg mit Ausnahme des Turmes in den Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges in Flammen auf.

Eltville: Stadtplan

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