Wie aus einer auf dem Mainzer Ufer erhaltenen Bauinschrift hervorgeht, die die Legio XIV Gemina Martia Victrix mit der Erbauung der Brücke in Zusammenhang bringt, wurde die Rheinbrücke zwischen 71 und 92 n. Chr. erbaut. Sie bestand aus 20 fünfeckigen Steinpfeilern, die auf 7 m breite und 18,5 m lange, tief in das Flußbett gerammte Pfahlroste aus Eichenstämmen gestützt waren. Die Steinpfeiler waren mit dem berühmten steinharten caementum ausgegossen. Die Pfeiler waren durch hölzerne Bogenkonstruktionen, die sich jeweils 20 m von Pfeiler zu Pfeiler spannten, verbunden, auf denen die Brückenbahn auflag. Im Flußbett hatten sich 18 Pfahlroste und gemauerte Pfeiler auf beiden Ufern bis in unsere Zeit erhalten. Sie fielen der modernen Schiffahrt zum Opfer. |
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Der Brückenkopf auf dem rechten Ufer war durch das Castellum, Mattiacorum, von dem sich der heutige Ortsname Mainz-Kastel ableitet, geschützt. Einen Eindruck von dieser Brücke gibt uns ein in Lyon gefundenes Bleimedallion aus dem 3. Jh. mit der Darstellung der Mainzer Römerbrücke. Sie wurde um die Mitte des 4. Jhs. zerstört und von Julian 357 wiederhergestellt. In der Völkerwanderungszeit wurde sie endgültig zerstört. 803-813 errichtete Karl der Große nochmals eine ähnliche Holzbrücke auf den Pfeilerresten, die aber bald abbrannte. |