DIE JUPITER-SÄULE


Die Jupiter-Säule

Das bedeutendste Kunstwerk auf Mainzer Boden ist die Jupitersäule, die 1905 in 2000 Stücke zerbrochen aufgefunden und in mühsamer Arbeit zusammen gesetzt wurde. Nur von dem sicherlich stufenförmigen Unterbau sind keine Bruchstücke mehr vorhanden, von der ursprünglich auf der Säule stehenden vergoldeten Bronzestatue des Jupiter nur noch der linke Fuß, ein Finger, das Blitzebündel und eine Adlerklaue. Das Original befindet sich im Mittelrheinischen Landesmuseum, eine Nachbildung auf dem Deutschhausplatz. Auf einem Stufenförmigen Unterbau befinden sich die beiden Sockel, darauf die Säule, die auf einem korinthischen Kapitell das Postament der Jupiterstatue trägt. Trotz mehrerer Versuche ist es immer noch nicht gelungen, alle auf der Jupitersäule wiedergegebenen Gottheiten und Personifikationen sicher zu bestimmen. Vielleicht verbirgt sich hinter manch einer römisch gedeuteten Gottheit eine keltische. Folgende Gottheiten wurden ermittelt: Luna, Juno, Sol, Bachus, Pax, Venus, Vesta, Ceres, Mars, Victoria, Neptun, Diana, Apollo, Jupiter, Fortuna, Minerva, Herkules und Laren. 

Obwohl jede Jahresangabe fehlt, setzt man die etwa 12 m hohe Säule auf das Jahr 58 nach Chr., denn in der Inschrift steht, daß die Bewohner der Cannabae dem Jupiter diese Säule für das Heil des Nero geweiht haben, als Publius Sulpicius Scibonius Proculus Oberbefehlshaber war. Die Bildhauer, die ihren Namen in den unteren Sockel eingemeißelt haben, könnten keltischen Ursprungs sein. Fast 300 Jahre stand die Jupitersäule im römischen Mainz, bis sie um die Mitte des 4. Jahrhunderts von Anhängern des Christenglaubens in ihrem Kampf gegen die alten Götter in 2000 Stücke zerschlagen wurde.


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