Da die Römer ihr Herrschafftsgebiet
weltweit ausdehnen wollten, war eine Kriegsflotte unerlässlich.Da sie sich auf
Landkampftechniken spezialisiert und diese optimiert hatten, entwickelten sie Schiffe mit
sog. "Raben" an der rechten Seiten. Dieses Entersysten bestand aus einer
Enterbrücke, an deren Ende vertikal ein Dorn angebracht war, der sich beim Herunterfallen
der Brücke in den Schiffskörper des feindlichen Schiffes bohrte und so eine Flucht
unmöglich machte, über diese Brücke stürmten dann die römischen Legionäre und
Kämpfer wie an Land Mann gegen Mann. Außerdem besaßen die Boote am Bug einen Ramsporn, mit dem sie feindlichen Schiffen die
Ruder zerbrechen oder Schiffskörper leckschlagen konnten. |
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Ganz anders als die im Nemisee gefundenen Schiffe dienten sie als
Patrouilleboote (schnelle Ruderer) und Kanonenboote mit Steinschleudern. Das eine Boot der gefundenen Schiffe ist schlank, etwa 21
m lang und hat zwei Reihen Ruderbänke für 32 Ruderer sowie ein Segel. Das zweite Boot
ist ein Kanonenboot und deutlich schwerfälliger. Ein drittes breiteres Boot diente wohl
zum Übersetzen der Soldaten über den Rhein. |